Akustik- und Trockenbau

Akustikbau oder Trockenbau: Was Ihr Raum wirklich braucht

Trockenbau trennt Räume, Akustikbau macht sie hörbar besser — das sind zwei verschiedene Aufgaben. Wer sie verwechselt, baut eine dichte Wand in einen Raum, in dem man sich anschließend immer noch schlecht versteht.

Dunkle Einbauschrankwand mit Schubladenauszügen in einem Studioraum
Einbauschrankwand in einem Studioraum: Stauraum und Wandfläche in einem Bauteil.

Beide Arbeiten gehören zu unserem Leistungsspektrum, und oft treffen sie im selben Raum aufeinander. Trotzdem lösen sie unterschiedliche Probleme. Dieser Beitrag hilft Ihnen dabei, vor dem ersten Termin einzuordnen, worum es in Ihrem Fall eigentlich geht.

Zwei Fragen, die gern verwechselt werden

Hinter fast jeder Anfrage zum Thema Lärm steckt eine von zwei Fragen:

  • Schalldämmung: Was dringt von außen herein — oder aus dem Raum hinaus? Das betrifft Wände, Decken, Türen und Anschlüsse.
  • Raumakustik: Wie klingt es innerhalb des Raums? Das betrifft Nachhall, Sprachverständlichkeit und die Frage, ob man sich über zwei Meter hinweg entspannt unterhalten kann.

Ein einfaches Erkennungsmerkmal: Wenn Sie Gespräche aus dem Nachbarraum verstehen, ist es ein Dämmungsthema. Wenn Sie im eigenen Besprechungsraum bei drei Sprechenden nichts mehr verstehen, ist es ein Akustikthema. Eine dickere Wand hilft im zweiten Fall überhaupt nicht.

Was beim Schallschutz zählt

Schall wird über Masse, Dämmung und Entkopplung aufgehalten. Bei einer Trockenbauwand sind deshalb mehrere Punkte gleichzeitig entscheidend: die Beplankung und ihre Lagen, die Dämmung im Ständerwerk, die Frage, ob die Profile entkoppelt aufgebaut sind, und vor allem die Anschlüsse an Boden, Decke und Nachbarwand.

Die Schwachstellen liegen fast nie in der Fläche, sondern an den Übergängen: eine nicht abgedichtete Anschlussfuge, gegenüberliegende Steckdosen in derselben Gefachöffnung, eine durchlaufende Lüftungsleitung, eine leichte Tür in einer schweren Wand. Die Tür ist in der Praxis der häufigste Grund, warum eine sorgfältig gebaute Wand ihre Wirkung nicht zeigt. Welche Anforderungen im Gebäude gelten, richtet sich nach dem baulichen Schallschutz (DIN 4109) und nach dem, was vertraglich vereinbart ist.

Was die Raumakustik verändert

Hier geht es nicht um Masse, sondern um Fläche. Harte, glatte Oberflächen — Glas, Estrich, Fliesen, verputzte Wände — werfen Schall zurück; der Raum hallt nach, Stimmen überlagern sich, und alle sprechen automatisch lauter. Wirksam sind absorbierende Flächen an den richtigen Stellen: Deckensegel, Wandabsorber, Akustikpaneele oder Lochplatten mit dahinterliegendem Vlies und Dämmung.

Wie viel Absorptionsfläche ein Raum braucht, hängt von seiner Nutzung ab: Ein Besprechungsraum für Sprache braucht eine andere Auslegung als eine Kantine oder ein Musikraum. Die fachliche Orientierung dafür gibt die Norm zur Hörsamkeit in Räumen (DIN 18041). Ein erster Selbsttest geht ohne Messgerät: Klatschen Sie im leeren Raum einmal kräftig in die Hände. Hören Sie danach eine deutliche Fahne, arbeitet der Raum gegen Sie.

Was wir aus dem Studioausbau mitnehmen

In der Vergangenheit haben wir zahlreiche Projekte in den Bereichen Schreinerei, Trockenbau, Fenstereinbau und Akustikbau umgesetzt — darunter den Radiostudio-Ausbau für das Dom-Radio in Köln, den Ausbau des Fernseh- und Hörfunkstudios Moskau und Arbeiten für den WDR sowie für Studios und Funkhäuser in Wuppertal, Düsseldorf, Bonn, Bergheim und Dortmund.

In einem Senderaum fällt jeder akustische Fehler sofort auf — er steht später in der Aufnahme. Deshalb betrachten wir Akustik und Möbel nicht getrennt: Eine Einbauschrankwand ist in einem solchen Raum beides, Stauraum und wirksame Fläche. Dasselbe Denken hilft in ganz normalen Büros, Empfangsbereichen und Kantinen — überall dort, wo viele Menschen gleichzeitig sprechen und die Oberflächen der Einbauten über die Lautstärke mitentscheiden. Auch solche Räume gehören zu unseren Arbeiten, vom Kantinenausbau für den Deutschen Ärzteverlag bis zu Empfangsbereichen in Funkhäusern.

Woran Sie erkennen, was Ihr Raum braucht

  • Sie verstehen Gespräche von nebenan: Dämmung prüfen — Wandaufbau, Anschlüsse, Tür.
  • Im Raum hallt es, Stimmen werden lauter: Raumakustik verbessern — absorbierende Flächen einplanen.
  • Beides zugleich: häufig bei großen, hohen Räumen mit vielen harten Oberflächen. Dann gehören Wandaufbau und Ausstattung in eine gemeinsame Planung.
  • Der Raum ist noch im Rohbau: der günstigste Zeitpunkt, weil Leitungen, Türen und Einbauten noch verschoben werden können.

Trockenbauarbeiten, Akustikbau und der Einbau von Fenstern gehören bei uns zum selben Leistungsspektrum wie der Möbelbau — einen Überblick gibt die Seite Leistungen von Möbelbau bis Trockenbau, ausgeführte Arbeiten finden Sie unter umgesetzte Projekte in Studios und Funkhäusern. Wenn Sie Ihren Raum besprechen möchten: Beratungstermin anfragen oder anrufen unter +49 (0)221 17923558.

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